Unterschriftenaktion zur Schulaufnahmeuntersuchung

Während wir noch immer auf eine Antwort des Zwickauer Landrates Dr. Christoph Scheurer (CDU) auf unseren Brief vom 5. Oktober 2020 warten, waren wir nicht untätig. Seit dem Wochenende läuft in den Kitas in Limbach-Oberfrohna und Hohenstein-Ernstthal eine Unterschriftenaktion. Interessierte Eltern – gern auch aus Callenberg und Niederfrohna – können dabei mit ihrer Unterschrift den Landrat dazu auffordern, dafür zu sorgen, dass die Schulaufnahmeuntersuchungen auch in Zukunft in Limbach-Oberfrohna stattfinden können. Bekanntlich hat das Landratsamt entschieden, die Schulaufnahmeuntersuchung für die Schulanfänger 2021/2022 in Zwickau stattfinden zu lassen. Begründet wurde das mit verschärften Hygiene-Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie. In unserem Schreiben an den Landrat hatten wir unseren Unmut bereits zum Ausdruck gebracht. Die „Freie Presse“ hat am 18. September 2020 über das Thema berichtet.

Die Unterschriftenlisten werden in diesen Tagen über die Mitglieder des Stadtelternrates Limbach-Oberfrohna e.V. an  die Kitas verteilt. Unter diesem Link stehen sie zum Download zur Verfügung. Ein Anschreiben an die Eltern, das den Unterschriftenlisten beigefügt werden sollte, gibt es hier zum Download. Wir bitten auch die Eltern, deren Kinder aktuell nicht davon betroffen sind, nach Zwickau fahren zu müssen, um ihre Unterschrift. Wir befürchten, dass die Schulaufnahmeunterschungen dauerhaft in Zwickau stattfinden sollen. Wir wissen aus vielen Gesprächen, dass die Schulaufnahmeuntersuchungen für die Kinder eine große Herausforderung darstellen. Wir werden aus diesem Grund auch noch einmal das Gespräch mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus suchen. In diesem Jahr kommt erschwerend hinzu, dass die sächsischen Gesundheitsämter mit den Bemühungen, die Corona-Pandemie einzudämmen, komplett überlastet sind. Vor diesem Hintergrund sollten die Verantwortlichen genau prüfen, ob es wirklich notwendig ist, alle Kinder einer Schulaufnahmeuntersuchung zu unterziehen. Wir gehen davon aus, dass auch die Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas sehr gut beurteilen können, ob ein Kind in der Lage ist, den Anforderungen des Schulalltags gerecht zu werden oder ob es nicht besser ist, ihm noch ein unbeschwertes Jahr im Kindergarten zu gönnen. Unabhängig von der Corona-Pandemie halten wir es für unverhältnismäßig, den Kindern und deren Eltern die Fahrt nach Zwickau aufzubürden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch nicht zu realisieren ist. Dazu kommt, dass die vielen, nunmehr notwendigen Autofahrten der Eltern und Kinder von Limbach-Oberfrohna nach Zwickau auch aus Umweltaspekten eine absolute Katastrophe sind.

Es würde uns sehr freuen, wenn uns bis zum 9. November 2020 möglichst viele ausgefüllte Unterschriftenlisten per Post an

Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna e.V.
Zum Lindenhof 9
09212 Limbach-Oberfrohna

erreichen würden. Am 12. November 2020 wollen wir die Unterschriftenlisten an den Landrat schicken. Fragen zur Aktion beantworten wir jederzeit gern per Mail unter frage@stelli.org, per WhatsApp unter 0171 2898247 und per Telefon unter 03722/4088687. Die auf den Unterschriftenlisten angegebenen persönlichen Daten werden durch uns elektronisch nicht erfasst oder gespeichert. Wir werden eine Kopie der Listen machen und die Originale an das Landratsamt senden. Wir hoffen, dass wir dann wenigstens darauf eine Antwort aus dem Landkreis erhalten.

Offener Brief zu den Schulaufnahmeuntersuchungen in Limbach-Oberfrohna

Am 5. Oktober 2020 schickten wir den folgenden Brief an den Dr. Christoph Scheurer, den Landrat des Landkreises Zwickau. Leider haben wir bisher keine Antwort von ihm beziehungsweise dem Landratsamt erhalten.


Sehr geehrter Herr Landrat,

bei der Schulanmeldung Anfang September in den Grundschulen von Limbach-Oberfrohna haben Eltern eine böse Überraschung erlebt: Sie haben dort erfahren, dass die Schulaufnahmeuntersuchungen für die Erstklässler des Schuljahres 2021/2022 aus Limbach-Oberfrohna im kommenden Jahr ausschließlich in Zwickau stattfinden sollen und nicht mehr in der Landratsamtsaußenstelle in Limbach-Oberfrohna. 

In der Folge haben sich zahlreiche Eltern aus Limbach-Oberfrohna an den Stadtelternrat gewandt. Tenor der Aussagen: Viele Eltern finden den weiten Weg nach Zwickau eine Zumutung. 

Wir möchten Sie deshalb mit diesem Schreiben eindringlich darum bitten, die Schuluntersuchungen weiterhin in Limbach-Oberfrohna stattfinden zu lassen.

Dies hat mehrere Gründe:

• Aufgrund der Entfernung zwischen Limbach-Oberfrohna und Zwickau von rund 50 Kilometern (über die A 72 oder die A 4 mit dem Auto ohne Stau und Parkplatzsuche in etwa 45 Minuten zu schaffen) beziehungsweise von rund 36 Kilometern (über die B173 in ebenfalls rund 45 Minuten zu schaffen) ist es besonders für Familien mit Geschwisterkindern (die in die Schule oder zur Kita müssen) und bei Terminen am zeitigen Morgen ein unglaublicher Kraftakt, die vorgegebenen Termine einzuhalten.

• Den fünf- und sechsjährigen Kindern, denen ein rund einstündiger Test bevorsteht und die sowieso schon aufgeregt sind, eine Anreise von ebenfalls fast einer Stunde abzuverlangen, ist keine Entscheidung im Sinne der Kinder. 

• Für Alleinerziehende mit Kleinkindern ist eine Teilnahme an der Untersuchung praktisch unmöglich, denn Geschwisterkinder dürfen nicht mehr mitgebracht werden. 

• Für Familien ohne eigenes Fahrzeug ist es praktisch unmöglich, termingenau nach Zwickau zu reisen. 

• Die vielen Fahrten (allein 240 Kinder aus Limbach-Oberfrohna) nach Zwickau sind im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes eine Katastrophe. 

In einem „Freie Presse“-Artikel (Chemnitzer Ausgabe, 18. September) begründet das Landratsamt die Entscheidung damit, „dass die aufgrund der Corona-Pandemie notwenigen hygienischen Anforderungen nur im Gesundheitsamt in Zwickau sichergestellt werden können“. 

Dazu ergeben sich folgende Fragen:

• Warum schickt das Gesundheitsamt des Landkreises Zwickau hunderte Familien auf Rundreise durch den Landkreis und verstößt damit ganz offensichtlich gegen den §1 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19, der die Menschen in Sachsen dazu anhält, die physisch-sozialen Kontakte zu anderen Menschen auf das zwingend nötige Minimum zu reduzieren?

• Warum genau ist die Außenstelle in Limbach-Oberfrohna nicht geeignet? 

• Hat das Gesundheitsamt Zwickau bei der Stadt Limbach-Oberfrohna für die Untersuchungen geeignete Räume angefragt?

Darüber hinaus besteht unter der Elternschaft nach wie vor eine große Verunsicherung zu den Inhalten der Untersuchung. Wir würden Sie bitten, uns in Ihrer Antwort oder die Elternschaft über andere geeignete Kanäle (Amtsblatt, Pressegepräch) detailliert über den Inhalt der Untersuchungen nach § 26a Abs. 3 des SächsSchulG zu informieren. 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Antworten in Auszügen im Sinne einer größtmöglichen Transparenz und einer umfassenden Bürgerbeteiligung auf unserer Webseite sowie in den sozialen Medien veröffentlichen werden.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung bis 20. Oktober 2020 und stehen für Rückfragen jederzeit gern zur Verfügung.

Evangelische Grundschule lädt ein

Die Evangelische Grundschule Bräunsdorf lädt ganz herzlich für Samstag, den 10. Oktober von 9.00 bis 12.30 Uhr, in die Untere Dorfstraße 47 nach Bräunsdorf ein.

Interessierte haben die Möglichkeit, die Schule kennenzulernen, dem Chor und der Theater-GTA zu lauschen. „Entdecken Sie unser Schulhaus und kommen Sie mit uns ins Gespräch. Neben verschiedenen Bastelangeboten verkaufen die Kinder auch die neueste Ausgabe unserer Schülerzeitung. Auch zum Thema „Digitale Medien in der Grundschule“ wird es Angebote geben. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen und Leckeres vom Grill. Wir freuen uns auf Sie“, sagt Schulleiterin Annekatrin Bratke

Schulsozialarbeit: Die Aussagen des Landrates im Plausibilitäts-Check

Unter dem Titel „Schulsozialarbeit: Landkreis pfeift auf Beteiligung“ hatten wir am 19. August einen längeren Text veröffentlicht, in dem wir unter anderem den Umgang der Landkreisverwaltung mit dem Thema Schulsozialarbeit kritisieren. Basierend auf diesem Text erschien am 2. September unter dem Titel „Elternvertreter fordern: Jeder Schule ihren Schulsozialarbeiter“ ein längerer Text zu unserer Kritik in den „Freie Presse“-Lokalausgaben Zwickau und Chemnitz. Am Nachmittag des gleichen Tages fand im Verwaltungszentrum Werdau dann eine unter vielen Gesichtspunkten bemerkenswerte Sitzung des Jugendhilfeausschusses statt. Darüber hatten wir noch am gleichen Tag einen Text in unserem Blog veröffentlicht. Am 4. September berichtete dann die „Freie Presse“ in den Ausgaben Zwickau und Chemnitz über die Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Diesen Text wollen wir gern nutzen, um die Aussagen von Landrat Dr. Christoph Scheurer einem Plausibilitäts-Check zu unterziehen:

Aussage 1: Wenn alle Schulen, die einen Bedarf angemeldet haben, einen Schulsozialarbeiter bekommen würden, würde das drei Millionen Euro kosten.

Da wir die Sitzung nur über einen Lautsprecher im Foyer mitverfolgen konnten, wollen wir nicht die Hand dafür ins Feuer legen, ob dem Landrat die drei Millionen Euro zu teuer erscheinen. Bei der Frage, woher das Geld kommen könnte, hat er gleichwohl auf das Land verwiesen. In diesem Punkt gibt es zwischen dem Landrat und uns einen Konsens. Denn auch wir haben nie gefordert, dass der Landrat die Schulsozialarbeit aus seiner eigenen Schatulle bezahlen soll, uns aber gefragt, weshalb er sich offensichtlich, nachdem klar war, dass fast die Hälfte der Schulen im Landkreis, die Bedarf an einer Schulsozialarbeiterstelle angemeldet haben, leer ausgehen werden, nicht beim Land um mehr Geld bemüht hat. 

Fazit: Die Aussage des Landrates in plausibel. Jetzt muss es darum gehen, die notwendigen finanziellen Mittel zu akquirieren.

Aussage 2: An der Prioritätenliste lässt sich jetzt, wo das Schuljahr begonnen hat, nichts mehr ändern.

Wir müssen dem Landrat und den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses zu Gute halten, dass sie, als sie über die Prioritätenliste abstimmten, die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht abschätzen konnten. Wir hatten aber erwartet, dass ein Ereignis wie diese Pandemie, die für kaum vorstellbare Verwerfungen in den Familien und Schulen gesorgt hat, bei dem ein oder anderen Mitarbeiter in der Verwaltung und dem ein oder anderen Mitglied im Jugendhilfeausschuss ein Nachdenken darüber auslöst, welchen Bedarf die Schülerinnen und Schüler jetzt und in den kommenden Jahren wohl im Bereich der Schulsozialarbeit haben werden. Wir gehen jedenfalls von einer deutlichen Zunahme des Beratungsbedarfes aus.

Wir sehen natürlich, dass die bestehende Prioritätenliste nicht einfach geändert werden kann. Deshalb ist unsere Forderung auch so eindeutig: Jede Schule, die einen Sozialarbeiter benötigt, bekommt auch einen.

Fazit: Die Aussage ist nicht plausibel, an Plänen lässt sich immer etwas ändern, die Verwerfungen der Corona-Pandemie erzwingen diese Planänderungen geradezu.

Aussage 3: Die lange Laufzeit dieser Prioritätenliste soll für die wichtige Kontinuität in der Schulsozialarbeit sorgen.

Dass Kontinuität für den Erfolg der Schulsozialarbeit elementar ist, sehen auch wir so. Aus diesem Grund fragen wir uns, weshalb die erfolgreiche Schulsozialarbeit zum Beispiel an der Grundschule Pleißa und der Thomas-Müntzer-Grundschule keine Berücksichtigung fand. Inwieweit an anderen Schulen im Landkreis erfolgreiche Projekte der Schulsozialarbeit einfach beerdigt wurden, können wir nicht beurteilen (nehmen aber sachdienliche Hinweise gern unter frage@stelli.org entgegen).

Fazit: Die Aussage ist plausibel, widerspricht aber dem Handeln der Verwaltung, in dem zwei Schulen in Limbach-Oberfrohna die Schulsozialarbeiterstellen einfach gestrichen werden. 

Aussage 4: Die Beteiligung von Eltern ist in diesem Verfahren nicht vorgesehen.

Es mag sein, dass der Landrat die Eltern formell nicht beteiligen muss. In vielen Städten und Gemeinden, in anderen Landkreisen, in der Landes- und der Bundespolitik ist Bürgerbeteiligung – auch über die gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtung hinaus – mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Vorausschauende PolitikerInnen haben erkannt, dass frühzeitige Bürgerbeteiligung für bessere Entscheidungen und mehr Akzeptanz der Entscheidungen in der Bevölkerung sorgt und Populisten weniger Raum für deren demokratiezersetzenden Argumente gibt.

Die Aussage, dass bei einer notwendigen Beteiligung der Kreiselternrat der richtige Ansprechpartner gewesen wäre und nicht ein 19 Mitglieder starker Verein wie der Stadtelternrat von Limbach-Oberfrohna, ist in unseren Augen völlig korrekt. Wir hatten gar nicht vor, auf Landkreisebene beteiligt zu werden, zu den betroffenen Schulen im Limbach-Oberfrohna aber sehr gern unsere Einschätzung abgegeben. 

Mit Schreiben vom 21. Juni 2020 wollten wir gern vom Landrat wissen, inwieweit die Elternvertretungen der Schulen im Landkreis Zwickau, der Kreiselternrat Zwickau, der Landeselternrat Sachsen und die Schülervertretungen auf Landes- und Kreisebene in die Erstellung der Prioritätenliste einbezogen worden sind. In seiner Antwort vom 14. August 2020 teilte uns Frank Schubert, der Dezernent für Jugend, Soziales und Bildung, nur mit, dass die genannten Interessengruppen nicht einbezogen worden sind. Frank Schubert sah es nicht als notwendig an, zu begründen, weshalb auf diese Bürgerbeteiligung verzichtet worden ist.

Im Jugendhilfeausschuss verlor Landrat Dr. Christoph Scheurer auch kein Wort über die Proteste von Limbach-Oberfrohnas Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel und von Schulleitungen. Für uns ist damit klar: Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger seines Landkreises interessiert den Landrat herzlich wenig. Mehr als 30 Jahre nach der friedlichen Revolution in Sachsen ist das ein bedenklicher Umstand.

Fazit: Die Aussage ist nicht plausibel. Bürgerbeteiligung ist eine Selbstverständlichkeit.

Aussage 5: Eine Aufteilung der jetzt vorhandenen Schulsozialarbeiter auf mehrere Schulen ist aufgrund der Förderrichtlinie nicht möglich.

In der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Förderung von Schulsozialarbeit im Freistaat Sachsen (FRL Schulsozialarbeit) vom 12. März 2020 heißt es unter „V. Art, Umfang und Höhe der Zuwendung“ in Absatz 5 in der Tat: „Pro Schulstandort werden bis zu zwei Vollzeitäquivalente und grundsätzlich nicht weniger als 0,75 Vollzeitäquivalente gefördert.“ Eine Aufteilung auf mehrere Schulen ist damit nicht möglich. Wir werden diese sicher gut gedachte, aber in unserem Fall leider kontraproduktive Einschränkung mit dem Sächsischen Sozialministerium besprechen.

Fazit: Die Aussage ist plausibel. Jetzt muss eine Lösung gefunden werden, wie allen Schulen, die Bedarf an Schulsozialarbeit angemeldet haben, effektiv geholfen werden kann.

Schulsozialarbeit: Landrat ignoriert Sorgen der Eltern

Als „Fake News des Tages“ hat Dr. Christoph Scheurer, Landrat des Landkreises Zwickau, heute im Jugendhilfeausschuss einen Bericht der „Freien Presse“ bezeichnet. Der Text mit der Überschrift „Elternvertreter fordern: Jeder Schule ihren Schulsozialarbeiter“ war heute erschienen. Zudem ließ es sich der Landrat nicht nehmen, vor den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses den Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna e.V. öffentlich zu diskreditieren.  Schulsozialarbeit: Landrat ignoriert Sorgen der Eltern weiterlesen

Schulsozialarbeit: Landkreis pfeift auf Beteiligung

Quer durch die Republik ist es Konsens, dass Schule nur funktionieren kann, wenn Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Schulleitungen und Schulträger an einem Strang ziehen. Nur bis zum Dezernat Jugend, Soziales und Bildung des Landkreises Zwickau hat sich das offensichtlich leider noch nicht herumgesprochen. Dort pfeift man auf die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern bei wichtigen Themen wie der Streichung der Sozialarbeiterstellen an den Schulen des Landkreises. Ausschlaggebend dafür, welche Schule in den Schuljahren 2020/2021 bis 2024/2025 einen Schulsozialarbeiter bekommt, ist ausschließlich eine ominöse Prioritätenliste.  Schulsozialarbeit: Landkreis pfeift auf Beteiligung weiterlesen

Steigende Elternbeiträge in Limbach-Oberfrohna

Einige Eltern in Limbach-Oberfrohna werden nicht schlecht schauen, wenn sie in den nächsten Tagen die Abrechnung der Elternbeiträge für den Monat August in der Hand halten. Denn ab dem 1. August ist die Betreuung von Kindern in Kitas und Horten erneut teurer geworden. Die Beitragserhöhung wurde im Juli im Stadtspiegel veröffentlicht. Am 5. August berichtete die „Freie Presse“ und verglich dabei auch die Gebühren in Limbach-Oberfrohna mit denen anderer Städte in der Umgebung. Fazit: Limbach-Oberfrohna liegt bei den Gebühren an der Spitze. Steigende Elternbeiträge in Limbach-Oberfrohna weiterlesen

Gedanken zur Allgemeinverfügung über die Öffnung der Kitas und Grundschulen

  1. dav

    Als Mutter zweier Grundschüler begrüße auch ich grundsätzlich die Öffnung der Kitas und Grundschulen. Den Sagen umwobenen Spagat, den wir Eltern derzeit alle meistern, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht weiter ausführen. Jedoch finde ich diesen dritten Schritt zu groß, zu gewaltig, zu gewagt. Eine Halbierung der Gruppen und Klassen mit wechseltägiger Betreuung /Unterricht hätte ich angemessener gefunden. Es fühlt sich so an, dass Kita- und GS-Kinder einem viel größeren Infektionsrisiko ausgesetzt werden. Ich gehe mit, dass die kleineren Kinder eine Beständigkeit brauchen und besonders in der Kita ein täglicher oder wöchentlicher Wechsel zwischen Einrichtung und häuslicher Betreuung problematisch sein kann. Aber jetzt mit einem Paukenschlag die Gruppen und Klassen wieder komplett zu füllen, entgegen jeder Abstandsregel, die uns Großen auferlegt wird, kann nicht gut gehen, befürchte ich. Alle Erzieher und Lehrer, die bisher wegen Alter und Vorerkrankung geschützt wurden, werden jetzt wieder gebraucht. Der Personalmangel rächt sich nun mehr denn je.

Ich finde vorallem die Begründung dreist, warum die Gruppen und Klassen komplett (und getrennt von den anderen) sein sollen: damit man die Infektionskette besser nachvollziehen kann – das hat was von Versuchskaninchen und bewusstem Entlassen in das Risiko der Infektion.
Sicher, ein Risiko gibt es überall und eine Patentlösung habe ich auch nicht. Auch ist mir bewusst, dass viele Eltern darauf angewiesen sind, die Kinder wieder betreut zu wissen. Aber um welchen Preis?
Warum muss Sachsen mal wieder vorpreschen? Ich meine jedenfalls gehört zu haben (ohne Quellenangabe😉), dass kein anderes Bundesland aktuell so einen großen Schritt macht. Sachsen gibt vor und die Träger/Einrichtungen müssen umsetzen, egal wie. Und dass, wo der sächsische Betreuerschlüssel hinter vielen anderen zurücksteht! Ich will nicht in deren Haut stecken und bin gespannt, wie es kommende Woche anläuft.
Da ich selbst in der glücklichen Lage bin, weiter Homeoffice nutzen zu können, werden im Mai unsere Kinder nach der Schule direkt heimkommen, ohne Schulspeisung und Hort. Das gibt mir etwas Sicherheitsgefühl und den Hortgruppen hoffentlich etwas Luft.

Ich hoffe inständig, dass durch diese Neuerung keine große Infektionswelle kommt und wünsche allen Gutes Gelingen, starke Nerven und Gesundheit.

Beste Grüße an alle Erzieher, Lehrer, Kinder und Eltern, verbunden mit dem naiven Wunsch, dass bald alles wieder gut wird..

Kristine Lang
Vorstandsmitglied im Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna e.V.

Linksammlung zum Coronavirus

Liebe Eltern, wir bauen ab heute eine Linksammlung mit allen relevanten Informationen zum Corona-Virus auf. So wollen auch wir unseren Beitrag dazu leisten, dass ihr rundherum informiert seid und gut durch diese Zeit kommt. Wir konzentrieren uns dabei auf Informationen, die die Krankheit (kurz) sowie die Themenbereiche Schule und Kita betreffen (ausführlich). Wenn ihr interessante Links zum Beispiel zu Plattformen mit Aufgaben für die Schüler habt, dann schickt uns diese gern per Mail an frage@stelli.org. Gern könnt ihr uns auch eine Nachricht über unserer Facebook-Seite zukommen lassen. Und jetzt bleibt auf jeden Fall schön gesund. Gemeinsam schaffen wir das! 

Informationen zu Krankheit

Aktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Informationen des Sächsischen Kultusministeriums (SMK)

Ständige aktualisierte Informationen des SMK

Onlineressourcen

Digitales Lernen im virtuellen Klassenzimmer des ZDF

Blog Grundschulkönig mit vielen tollen Arbeitsblättern

Plattform „School to go“ mit digitalen Formate, die pädagogischen Qualitätskriterien entsprechen

Arbeitsblätter für Grundschüler

Sportstunde für Kita- und Vorschulkinder mit Alba Berlin

Naturkunde mit dem Naturschutzbund

Angewandte Nachhaltigkeit mit serlo.org

Ein umfassender Blick in die Schweiz mit vielen Tipps und Ideen

Finanzielle Unterstützung

Beantragung einer Entschädigung für Arbeitnehmer und Selbstständige für den Verdienstausfall bei der Betreuung von Kindern.

Lesetipps

Schule zu Hause: 20+ Tools, Apps und Links für den digitalen Heimunterricht – Bericht von t3n

Familienalltag zu Hause gestalten – Artikel auf dem Blog „geborgen wachsen“

„Jetzt sind die Eltern dran“ – Beitrag der „Freien Presse“ zu der Frage, wie Eltern ihre Kinder beim Lernen zu Hause unterstützen können.

Warum brauchen Kinder eigentlich eine Kita? Dieser kurze Text der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) gibt die Antwort

„Kitas sind Orte der Bildung, Erziehung und Betreuung – und nicht der Notbetreuung!“ – Stellungnahme des Thüringer Bündnisses für Qualität in der Kindertagesbetreuung 

Hilfen

Kontaktmöglichkeiten zu den Schulsozialarbeiterinnen der Grundschulen im Stadtgebiet

Nummer gegen Kummer

Kreativität

Ideenschatzkiste des DRK Muldental unter anderem mit Bastelideen und Portfolios zum gemeinsamen Gestalten mit Kindern

Die Quarantäne Kids der Geschwister Löwenstein halten jeden Tage eine neue kreative Ideen für Kinder parat

Ideen für zu Hause aus dem Kindergarten Kranenburg

ABSAGE: Elternstammtisch geht in die vierte Runde

Liebe Eltern, Erzieher und Interessierte,

natürlich kommen auch wir nicht umhin, unsere anstehende Veranstaltung – den Elternstammtisch – abzusagen. Vorsorge, Gesundheit und Vermeidung unnötiger Risiken gehen ganz klar vor. Wir bleiben mit Euch hier via facebook in Kontakt und ein Nachholtermin wird mitgeteilt. Der steht jetzt aber weit hinten an, da gibt es für alle Bürger weitaus Wichtigeres zu besprechen und zu klären.
Bleibt schön gesund, passt auf Euch und Eure Mitmenschen auf. Und nutzt die Zeit für das wichtigste Gut, die Familie.
Allen Pädagogen wünschen wir gutes Gelingen beim Organisieren der nächsten Tage und Wochen und danken wir für das Engagement.

Euer Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna e.V.

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Die ersten drei Elternstammtische, die der Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna ins Leben gerufen hat, boten viele Einblicke, Anstöße sowie Vernetzungen. Nach zwei Terminen in Pleißa und dem Elternstammtisch on Tour bieten wir nun auch im Ortsteil Limbach erstmals diese Möglichkeit an.

Konkret laden wir alle engagierten und neugierigen Eltern, Pädagogen sowie weitere Interessierte für Donnerstag, den 19. März 2020, ab 19 Uhr ins Café Meyer’sHechinger Str. 10, ein.

Mit dieser lockeren Runde möchten wir die Möglichkeit bieten, gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Dabei können Ideen und Wünsche geäußert, aber natürlich auch Fragen und Sorgen mitgebracht werden. Egal, ob dies die Bereiche Kita, Vorschule und Schule sowie Hort betrifft oder andere Themen, die die Limbacher und ihre Kinder bewegen.

Der Eintritt zum Stammtisch ist natürlich frei. Um die Raumkapazitäten optimal planen zu können, wird jedoch um eine kurze unverbindliche Anmeldung unter frage@stelli.org  gebeten. Aber auch spontane Gäste sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf einen interessanten und kurzweiligen Austausch.