Alle Beiträge von Christian

Alles in Butter mit der Stundentafel?

Ist es Zufall oder nicht, dass das Sächsische Kultusministerium gerade einen Tag vor dem wichtigen WM-Spiel Deutschland : Südkorea verkündet, dass die Stundenbelastung an den sächsischen Schulen um durchschnittlich vier Prozent gesenkt werden soll? Praktischerweise lassen sich dadurch auch gleich noch 770 Vollzeitstellen in der Lehrerschaft einsparen. So wird zumindest Kultusminister Christian Piwarz in einem Bericht der „Freien Presse“ zitiert. Die öffentliche Kritik an den Plänen des Ministeriums hält sich bisher in Grenzen. Vielleicht ändert sich das ja heute.

Auf der Homepage des Landeselternrat Sachsen stammt die letzte öffentliche Verlautbarung vom Dezember 2017 (!). Der Philologenverband Sachsen, immerhin die Berufsvertretung der Gymnasiallehrer in Sachsen, sah sich nur zu einem dürren Statement in der Lage. Einzig und allein der Landessportbund hat seine Kritik an den Plänen deutlich hervorgebracht. Jetzt stellt sich uns die Frage: Was halten die Eltern in Limbach-Oberfrohna von den Plänen des Sächsischen Kultusministeriums?

Die richtige Sommerlektüre: der Sächsische Bildungsplan

Sommerzeit ist Lesezeit. Wie wäre es da mal mit einem Blick in den Sächsischen Bildungsplan für die Kitas. Bildungsplan was? Ganz einfach gesagt ist der Bildungsplan sozusagen der Orientierungsrahmen, nach dem die Kitas in Sachsen arbeiten sollten. Das Problem an der Sache: Aufgrund des miserablen Personalsschlüssels in Sachsens Kitas können die ErzieherInnen den hohen Ansprüchen des Bildungsplanes immer weniger gerecht werden.

Der Sächsische Bildungsplan wurde nach einer dreijährigen Erarbeitungsphase im Jahr 2011 veröffentlicht. „Als verbindlicher Rahmen soll der Bildungsplan die pädagogische Praxis in sächsischen Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen qualitativ voranbringen“ (S. 12). Obwohl sich der Bildungsplan primär an die Erzieherinnen und Erzieher richtet, empfiehlt der Stadtelternrat allen Eltern mit Kitakindern in der Sommerzeit einmal die Lektüre des knapp 200 Seiten umfassenden Werkes. Mamas und Papas werden so ganz sicher einen neuen Blickwinkel auf ihre Kinder gewinnen. Möglich machen das kleine Fragestellungen nach den einzelnen Kapiteln.

Wir haben einmal an dieser Stelle ein paar Punkte zusammengefasst, die uns wichtig erscheinen: Die richtige Sommerlektüre: der Sächsische Bildungsplan weiterlesen

Statusmeldung #1: Wir sind im Gespräch

Für Dienstagabend hatten wir alle Fraktionen des Limbach-Oberfrohnaer Stadtrates sowie alle Schulleiterinnen und Schulleiter zu einer Vorstellungsrunde in die „Wunderbar“ an der Hohensteiner Straße eingeladen. Bis auf den Vertreter der AfD waren allen Fraktionen vertreten beziehungsweise hatten sie sich im Vorfeld entschuldigt (SPD und FDP). Von den Schulen waren die Gerhart-Hauptmann-Oberschule, die Förderschule am Stadtpark und die Grundschule in Bräunsdorf vertreten. Mit dieser Resonanz sind wir sehr zufrieden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, verschiedene Projekte des Stadtelternrates (u.a. Elternschule, Lesepaten) vorzustellen. Außerdem gaben wir ein Feedback zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Limbach-Oberfrohna, die aus unserer Sicht bisher reibungslos funktioniert. Gemeinsam mit den Stadträten und Schulvertretern haben wir auch darüber gesprochen, wie man Eltern in Zukunft noch mehr beteiligen könnte. So wäre es unserer Meinung nach sehr schön, wenn auch die Eltern, Kinder und Jugendlichen bei der Gestaltung von Spielplätzen, Kitas und Schulen in Zukunft ein Wörtchen mitzureden hätten. Nach unserer Einschätzung stieß dieser Vorschlag bei den Stadträten auf offene Ohren. Auch die Gründung eines Kinder- und Jugendparlaments für die Stadt haben wir angeregt. Darüber hinaus haben wir gemeinsam überlegt, wie wir das Engagement der Schülervertretungen fördern könnten. Wir sind gespannt, welche Früchte dieser Dialog in Zukunft tragen wird. Das Wichtigste für uns ist aber, dass nicht über den Stadtelternrat, sondern mit dem Stadtelternrat gesprochen wird. Wir sind im Gespräch. Diesem Anspruch wollen wir auch in Zukunft gerecht werden.

Auf zum Kinderfest im Stadtpark

Morgen erlebt es seine Premiere: Das große, von der Stadtverwaltung mit Unterstützung der Kindergärten der Stadt organisierte Kinderfest im Stadtpark. Zudem sind Polizei, Feuerwehr, Vereine, Jugendhaus und das Esche-Museum mit von der Partie. Von 15 bis 19 Uhr sind alle Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern herzlich eingeladen, den Kindertag mit vielen bunten Aktionen rund um Bewegung, Basteln oder Experimentieren und Forschen zu feiern. An allen Ständen wird es eine Stempelkarte geben und am Ende wartet ein Preis am Stand der Stadtinformation. Da der Tag in diesem Jahr unter dem Motto: „Ohne uns wird’s brenzlig“ steht, präsentiert sich die Freiwillige Feuerwehr groß mit ihrem Angebot der Kinder und Jugendfeuerwehr auf dem Parkplatz vorm Tierpark. Natürlich wird auch LIMBO für Stimmung sorgen, der sich schon auf seinen Freund Poldi freut, der mit der Polizei in den Stadtpark kommen wird. Um 18 Uhr gibt es mit „Opas Geburtstag“ ein Musiktheater mit „SpielART“ und auf alle Kinder wartet leckere Zuckerwatte. Zudem wird das Team der „Parkschänke“ für das leibliche Wohl sorgen. Der Tierpark ist an dem Tag auch bis 18:30 Uhr geöffnet und wer sich austoben will, findet auf den Hüpfburgen oder dem Spielplatz viele Möglichkeiten.

Anmerkung der Redaktion: Den Text haben wir mit freundlicher Genehmigung der Stadtverwaltung aus dem Stadtspiegel übernommen.

Der Stadtelternrat stellt sich vor

Wir haben für morgen Abend, 19 Uhr, die Mitglieder des Stadtrates von Limbach-Oberfrohna sowie die Schulleiterinnen und Schulleiter aller Schulen der Stadt zu einer Vorstellungsrunde in die „Wunderbar“ an der Hohensteiner Straße eingeladen.  Wir wollen den Abend gern nutzen, um unsere Projekte wie die Elternschule und das Lesepatenprojekt vorzustellen. Außerdem wollen wir mit den Kommunalpolitikern und Schulleiterinnen und Schulleitern gern über die Elternmitwirkung in der Stadt ins Gespräch kommen. Wer noch mit dabei sein möchte, kann gerne mit dazukommen. Wir jedenfalls freuen uns auf einen konstruktiven Austausch!

Ein „Schlüsselbäumchen“ für jede Kita in L.O.

Nachdem das Sächsische Kultusministerium nur mit zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit für die sächsischen Kitas in die Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2019/2020 gehen will, bleibt das Engagement für deutlich bessere Rahmenbedingungen in Sachsens Kitas weiter aktuell, schließlich haben wir, Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege sowie die Gewerkschaften darauf hingewiesen, dass die jetzt angekündigten Verbesserungen nur ein erster Schritt sein können. Die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege Chemnitz hat sich deshalb für den 1. Juni eine tolle Aktion ausgedacht. Teilnehmen können auch Kitas aus Limbach-Oberfrohna. Mehr Informationen zur Aktion gibt es unter diesem Link.

Kitaumfrage: Es bleibt beim Tropfen auf den heißen Stein

Vor ein paar Wochen hatte das Sächsische Kultusministerium sehr aufwändig Eltern, ErzieherInnen und Kitaleiterinnen in Sachsen befragt. Die Ergebnisse der Kitaumfrage wurden heute in Dresden vorgestellt: Alle drei befragten Gruppen wünschen sich mindestens zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit sowie eine Verbesserung des Personalschlüssels. Damit ist der Auftrag für den Kultusminister sowie die Regierungskoalition aus CDU und SPD eigentlich klar: Sie müssen im nächsten Doppelhaushalt deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen, als bisher geplant. Denn weder der Kultusminister, noch die beiden Regierungsparteien können es sich leisten, die Eltern und ErzieherInnen einmal mehr zu enttäuschen.

Doch was macht der Kultusminister? Er verweist auf einen Fachbeirat, der nach Angaben aus der Presseinformation „im Lichte der Ergebnisse“ (Originalzitat) einmütig empfohlen habe, die zusätzliche Zeit zur Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit mit den Kindern im Kitagesetz zu verankern. Christian Wobst, Vorsitzender des Stadtelternrates Limbach-Oberfrohna, saß vergangenen Donnerstag im Kultusministerium im Fachbeirat. Seiner Einschätzung nach war der Beirat von einer Einmütigkeit weit entfernt. Ganz im Gegenteil: Es wurde überhaupt keine Entscheidung getroffen. Die Sitzung war 10.30 Uhr zu Ende, da der Minister zu einem Anschlusstermin nach Glauchau musste. Zudem haben die Mitglieder des Fachbeirates dem Minister allerhand Hausaufgaben diktiert. Auch von diesen ist in der heute veröffentlichten Presseinformation keine Rede.

Für uns steht damit fest: Die Kitaumfrage war eine Farce, die Mitbestimmung vorgaukeln sollte.

Dabei hatte alles so gut begonnen. In seiner Regierungserklärung sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer  31. Januar 2018 großspurig: „Das wichtigste Thema ist dabei die Bildung. Als Vater und Bildungspolitiker würde ich alles Geld dafür ausgeben. Als Ministerpräsident weiß ich, alles geht nicht – aber Bildung steht ganz oben auf der Agenda. Und Bildung fängt bei uns schon im Kindergarten an. (…) Das Kultusministerium wird Träger, Eltern und Erzieher dazu befragen, an welchen Stellen die zusätzlichen Gelder zu mehr Qualität beitragen können. Wir vertrauen darauf, dass sie gut wissen, wie die Qualität verbessert werden kann.“

Dehsalb sagen wir noch einmal ganz deutlich: Die Ergebnisse der Kitaumfrage zeigen, dass Eltern, ErzieherInnen und Kitaleitungen sehr gut wissen, wie die Qualität in Sachsens Kitas verbessert werden kann. Jetzt ist es an den Poltikern, die beiden wichtigen Maßnahmen – mindestens zwei Stunden Vor- und Nachbereitungszeit und die Verbesserung des Personalschlüssels – mit dem nächsten Doppelhaushalt umzusetzen.

Stadt stellt Elternvertretern einen Raum zur Verfügung

So geht engagierte Kommunlapolitik: Am vergangenen Montag trafen sich Christian Wobst, Vorsitzender des Stadtelternrates Limbach-Oberfrohna, Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel und Jan Hippold, Stadtrat der CDU Limbach-Oberfrohna und Abgeordneter der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, gemeinsam im Büro des Oberbürgermeisters. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können Schüler- und Elternräte der Limbach-Oberfrohnaer Schulen mit geeigneten Räumen für ihre regelmäßige Sitzungen unterstützt werden?

Eine vom Kultusministerium berufene Expertenkommission hatte dazu im Handlungskonzept „W wie WERTE“ zur Stärkung der demokratischen Schulentwicklung und politischen Bildung an sächsischen Schulen bereits im Juli 2017 klar gestellt: „Schüler- und Elternvertretungen brauchen räumliche und sächliche Voraussetzungen, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Hierfür muss mit den Schulträgern eine Regelung entwickelt werden.“

Das Problem an der Sache: Die Schulen in Limbach-Oberfrohna platzen aus allen Nähten. Oberbürgermeister Dr. Jesko Vogel machte im Gespräch deutlich, dass es schlicht keine Räumlichkeiten gibt, die den Schüler- und Elternvertretungen dauerhaft zur Verfügung gestellt werden könnten. Jan Hippold stellte daraufhin die Frage, ob sich die Elternvertreter unbedingt in den Schulen treffen müssten. Da es dafür keinen Grund gibt, waren sich alle Drei schnell einig, dass der Prof.-Willkomm-Raum im Esche-Museum ein geeigneter Ort sein könnte. Normalerweise wird für diesen Raum eine Miete fällig. OB Dr. Jesko Vogel entschied kurzerhand, darauf im Interesse der Allgemeinheit zu verzichten.

Elternvertreter, die den Prof.-Willkomm-Raum für ihre Elternratssitzungen nutzen wollen, melden ihre Terminwünsche bei Kathrin Weise, der zuständigen Sachbearbeiterin im Fachbereich Stadtentwicklung, unter der Rufnummer 03722 / 78 428 an. Dabei werden auch die Regularien zur Schlüsselübergabe besprochen.

Dr. Jesko Vogel bat darum, dass die Elternvertreter ihre Terminwünsche für das Jahr 2019 der Stadtverwaltung bereits frühzeitig mitteilen.

Alle Drei waren sich darüber hinaus einig, dass Schülervertretungen für ihre Sitzungen selbstverständlich Räumlichkeiten in den Schulen zur Verfügung stehen sollten.

Offene Aussprache zu den drängendsten Problemen

Eine offene und konstruktive Aussprache über die drängendsten Probleme der Limbach-Oberfrohnaer Elternvertreter beherrschte heute die Sitzung des Arbeitskreises Schule im Stadtelternrat Limbach-Oberfrohna.
Besonders unter den Nägeln brannte den Elternvertretern der Lehrermangel und die besondere Rolle, die die Seiteneinsteiger dabei spielen. Außerdem wurden Best-Practice-Beispiele, wie etwa ein Projekt zur Verbesserung des Klassenklimas in einer Grundschule oder die gemeinsamen Sitzungen von Elternräten und Klassensprechern an einer Oberschule, vorgestellt. Andiskutiert wurde auch die Frage, welches Thema der Stadtelternrat bei der nächsten Elternschule im Oktober auf die Tagesordnung setzen sollte: Vorgeschlagen wurden die Themen Drogen und Cybermobbing. Nach Vorstellung der Elternräte sollen dabei allerdings nicht nur die Eltern, sondern auch die Schüler informiert werden.